Anna und ich, ein langer Weg

Es gibt ja Sachen die Gelingen einen auf Anhieb, dann gibt es Sachen die dauern etwas länger und dann gibt es die Episode: Annadress und cutiecake. In den Hauptrollen das Annadress von By Hand London und meine Wenigkeit, die Autorin dieses Bloges cutiecakeswelt oder Dana, wie man mich auch so ruft.

Ich habe das Annadress gefühlte Jahre (ja ich weiß, leicht übertrieben) als Schnittmuster hier. Und immer mal wieder habe ich überlegt es endlich zu nähen: Schwierigkeitsgrad leicht und das Netz war ja voll von tollen Versionen. Kann also echt nicht sooo schwierig sein.

Dann hab ich auch immer mal wieder alles bereit gelegt, aber nix passierte. Irgendwann vor langer Zeit hab ich tatsächlich einen Versuch gestartet und es war eine Katastrophe. Eine richtig große. Unfassbar. Und zum Glück gibt es kein Foto davon. Da passte wirklich nix. Gar nichts und irgendwie ging mir auf, dass nirgends so richtig stand wie jetzt eigentlich das Kleid sitzen sollte. Also die Falten z.B. wo enden die? in der Taille? Oder gehen die weiter runter? Hm…

Es folgte ein zweiter Versuch, wieder erfolglos und ich hab mit der Episode Annadress abgeschlossen. Dann kam die AnNÄHerung_Süd 2016 in Würzburg und ich hab die tolle Chrissy kennengelernt. Sie hat an dem Wochenende 3 Annas und ein Kirschenkleid genäht. Und weil jeder an diesem tollen Wochenende die unterschiedlichen Schnitte probieren konnte und wollte, dachte ich mir: „Probierst halt mal so eine Anna an“ und Bähm…..saß, passte und schockverliebt in grün-weißen Karostoff und eine Anna mit weitem Rockteil und Taschen.

hm….. Doch mal eine Anna probieren?

Ich hatte Chrissys Schnitt mit meinem übereinander gelegt und festgestellt, dass es die gleiche Größe ist und ich war wirklich ratlos wieso das bei mir nicht saß. Ich suchte also daheim einen Stoff raus und schnippelte los. Und…. Trommelwirbel… wieder ein Kleid für die Tonne. Ich wollte euch dieses jetzt mal zeigen, aber in einem Anfall von Wahn hab ich alles angefangene aus dem Nähzimmer in einen blauen Sack gepackt und entsorgt.

Letzten Freitag war ich dann auf einem wundervollen Nähkränzchen mit toller Gesellschaft und super Essen, so richtig zum Wohlfühlen und ich hab mir paar Projekte eingepackt und ja auch mein Annadress.

Vom Stoffmarkt hatte ich einen sehr weichen und minimal stretchigen Jeanscoupon, okay waren 2 und das sollte jetzt Anna werden.

Ich muss zugeben ohne die tatkräftige Unterstützung des Nähkränzchens wäre das nix geworden. Irgendwann waren wir bei 1 Nummer kleiner als bisher und dann so hin und her. Saß so halbweg gangbar.

Samstag hab ich mich dann daheim weiter mit dem Kleid beschätigt. Es nochmal aufgetrennt und eine deutliche Hohlkreuzanpassung vorgenommen, natürlich vorher nochmal Oberteil um gut 2cm eingekürzt. Dann passte wieder alles nicht zusammen. Untere Rückenteile viel zu weit zu den Rückenoberteilen. Och ne…Also alles in die Ecke pfeffert und überlegt. Schnittmuster nochmal überprüft und … ich Dussel… hab ich doch glatt zwei Teile verwechselt. Ha wie gut dass ich noch einen zweiten Coupon hatte und alles nochmal neu zugeschnitten.

Der Reißverschluss wollte dann auch nicht so wie ich wollte und ich musste den zig mal raustrennen. Ständig irgendwelche Falten geworfen.

Wie dem auch sei, nach langen Hin und Her und mega vielen auf und abs ist mein Annadress jetzt halbwegs tragbar und vorzeigbar. Und mehr Änderungen hätte der Stoff auch nicht mitgemacht.

Ich habe clever wie ich bin, alle Änderungen auf den Schnittmuster eingezeichnet und ich hoffe, dass die auch alle richtig waren. Ich bin nämlich verzückt in Anna und plane die nächsten Versionen. Im Endeffekt sehen die Veränderungen wie folgt aus: Schultern und Ausschnitt sind jetzt Größe US8/UK12, Taille und Rockteil sind US10/UK14. Ich hab die Oberteile an den Falten 1cm kürzer gemacht. Sozusagen das Oberteil eingekürzt. Eigentlich auf gut Glück, weil es ja eigentlich keine wirkliche Taille gibt. Dann kam eine Hohlkreuzanpassung dran. Ah und das Rockteil ist im oberen Drittel 4cm gekürzt wurden. Jo das müsste es gewesen sein.

Meine nächste Anna, die hoffentlich deutlich schneller genäht ist, soll eine mit weitem Rock und Taschen sein. Ganz so wie sie die liebe Chrissy näht. Ich freu mich drauf.

Ich bin so ehrlich und gestehe, dass die Bilder von gestern sind und ich Anna schon einen Tag getragen habe. Hm und so richtig sitzen tut es irgendwie jetzt nicht. Ich schreibe das jetzt mal dem Stoff zu, weil der echt eher schlecht ist. Er hat sich ungeheuer ausgeleihert und schlabbert jetzt so bissli rum. Dass ich tagsüber meine Miette drüber hatte, hat er mir auch irgendwie übel genommen und sich in Unschöne Falten am Hals gelegt. Oder ich stehe heute aufgrund meiner schrecklichen Rückenschmerzen, die mich heimsuchen ungeheuer schief und gekrümmt da. Gestern sah das irgendwie noch ganz anders aus. Fotos so von der Probe hab ich natürlich auch und ich bitte beachtet das Racker-Chaos nicht und meinen verschlafenen Blick natürlich auch nicht.

Vielleicht sollte ich in Zukunft die Bilder auch früh machen, wenn alles noch schön und frisch gebügelt vom Kleiderbügel kommt. Hat offenbar durchaus Vorteile. Auf der anderen Seite ein Hoch auf die Realität.

Noch ein kurzes Resümee. Ich glaube Anna liebt man oder halt nicht. Ich kann all diejenigen sehr gut verstehen, die dann echt keine Lust mehr zum nähen hatten, einfach weil da gar nix passt. Ich bin aber froh, dass ich sie habe, weil ich schon verliebt bin und auch finde, dass der Schnitt auch gut was für einen tut. Sehr schmeichelhaft. Mitnichten ist aber meine Version frei von Fehlern. Allein schon die Schulternähte sitzen nicht ganz richtig und düften gern noch 1cm weiter nach vorne. Und es gibt noch einige Falten die da definitiv nicht hingehören, wo sie sind. Nichtsdestotrotz. Ich finde den Schnitt wirklich toll.

Nun bin ich auch endlich schon am Ende angelangt und verlinke mich fröhlich lächelnd zum MeMadeMittwoch, wo uns heute zum letzetn Mal die liebe als Lucy von nahtzugabe.blogspot.com  begrüßt und zum Afterworksewing.

 

 

 

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6Köpfe – 12Blöcke – War ja klar, dass ich da nicht nein sagen konnte

Ich bin ja schon bissli schnell mit Sachen infizierbar. In diesem Fall mit dem Quilt Along 6 Köpfe – 12 Blöcke. Und wenn ich dann noch im Stoffladen herrlich Patchworkstoff sehe, bin ich eh hin und weg.

Hier die 6 Köpfe die uns das Jahr mit tollen Blöcken beliefern werden und wie die Monate aufgeteilt sind:

Januar und Juli Dorthe lalala-patchwork

Februar und August Nadra ellisandhiggs

März und September Andrea Quiltmanufaktur

April und Oktober Verena Einach bunt

Mai und November Katharina Greenfietsen

Juni und Dezember Gesine Alli and Me

Jeden Monat stellt uns ein Mitglied einen Quiltblock vor und wir können uns auslassen. Und 1 Block pro Monat ist realisierbar, würde ich sagen. Nähere Informationen findet ihr zum Beispiel hier,…– KLICK

Nun ist es ja nicht so, dass ich nicht schon ein riesiges Quiltprojekt vor mir habe, aber man kann ja nie genügend Sachen im Plan haben.

Und ich muss zugeben es reizt mich sehr so ein Jahresprojekt. Also habe ich mich entschlossen direkt mitzumachen. Okay. es waren auch die vielen tollen Beispiele auf Instagram und in der FB-Gruppe dran schuld.

Aber ich weiß auch, dass ich schon einen Monat zurückliege.

Warum das so ist? Verschiedene Gründe:

Bevor ich aber loslegen konnte, musste ich erstmal einen neuen Rollschneider und ein Inch-Lineal kaufen.

Tja und dann hab ich jetzt echt über einen Monat damit rumgemacht welche Farben ich verwende, welche Stoffe. Schlimm. Okay, es gab noch andere Widrigkeiten, aber das ist glaub der Hauptgrund.

Erst wollte ich einen Quilt aus Stoffresten von mir nähen. Sozusagen quer durch den Gemüsegarten. Und irgendwie war es dann doch nicht. Und dann wollte ich einen in Landhausfarben machen. Weiß, blau, rot – dezent und überhaupt. Mäh…auch zu den Akten gelegt.

Meine Abende habe ich damit verbracht mich durchs Netz zu kämpfen. Auf der Suche nach tollen Fat Quarter Sets. Irgendwie landet man da wohl immer in den USA und da wollte ich nicht bestellen. Irgendwie bin ich dann bei Quiltcabin.de gelandet und habe da MEIN Set gefunden. Und es ist wieder auffälliger geworden. Aber ich denke das passt soweit ganz gut und ich liebe die Farbkombination. Hand Makers 2 hieß das Set. Und ich habe vom Beeren-ton gleich noch etwas zusätzlich bestellt, daraus sollen dann meine Zwischenstege werden.

 

Die liebe Nadra hat mir in der Facebook-Gruppe nämlich geantwortet und mir wurde da irgendwie erst bewußt dass ich ja für die Zwischenstreifen auch Stoff benötige. Hätte ich glatt vergessen. Und damit der Kontrast toll wird, habe ich mich jetzt für den Beerenton entschieden. So… Naja kann sich auch noch ändern.

So jetzt aber zu meinen Blöcken. Ich hab mir den Spaß gemacht und mal die Vorlage ausgedruckt und mit den Buntstiften meinen Rackers bissli losgepinselt. Damit ich einen ungefähren Überblick habe, wie das am Ende mal aussehen soll. Das war echt witzig.

Der Januar mit dem Rolling Stone. 

Kurz und knackig. Ich hab dann doch eher frei Nase gemacht und lange mit der Farbe überlegt. Ich wollte irgendwie etwas unauffälliges. Jetzt so im Nachhinein denke ich, dem Block hätte etwas mehr kräftiger Farbe sehr gut getan. Einfach damit der Kontrast zum weißen Rand besser wird. So leise schwingt Zweifel mit, ob mir der Blog so gefällt oder ich ihn besser nochmal machen soll. Schauen wir mal wie der Rest der Blöcke wird und wieviel Stoff am Ende über bleibt

 

 

 

Der Februar kommt mit dem Churn Dash daher.

Während ich für den Januar noch ziemlich verhalten war und doch den einen oder anderen Pfusch verbaut habe, wollte ich den Februar viel besser machen. Ich hab mit Sprühstärke gearbeitet und wie wild mit Dampf gebügelt. Und ich hab jeden Block nochmal getrimmt. Und weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich die Facebookgruppe und Rat gefragt. Ich muss zugeben ich bin beeindruckt gewesen wie unterschiedlich die Blöcke wirken, dabei hab ich nur ein Teil verändert.

Ich bin schon etwas in diesen Churn Dash verliebt. Muss ich zugeben und ich glaube ich mach aus dem Muster eine Decke für uns. Ich brauch ja eine für Jetz, nech.

Schlussendlich habe ich mich für die Version links unten entschieden. Ich habe gelernt dass man zwar alles drehen und wenden kann wie man mag, aber die Blöcke halt schon irgendwie fertige Muster sind, die man doch gern erkennen können soll.

Es hat echt Spaß gemacht die zu nähen und ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ich sowas hinbekomme.

Beide nebeneinander hab ich natürlich auch schon gelegt.

Bei meine Quiltkarriere stehe ich noch ganz am Anfang. Ich hab zwar schon so viel dazu gelesen und ich hab auch schon einen kleinen gemacht, aber ich vergesse leider auch sehr viel davon und mache viel recht viel planlos. Mein Stoffverbrauch ist deshalb wohl auch höher, ich schwenke oft um und tu mich echt schwer. Aber es macht halt auch Spaß. Und das ist ja bekanntlich die Hauptsache.

Für die kommenden Monate habe ich mir vorgenommen konzentrierter bei der Sache zu bleiben. Mir öfter mal die vielen Tipps und Infos durchzulesen und auch im Kopf zu behalten. Und ich werde versuchen mich aktiver am Austausch zu beteiligen.

So und damit verlinke ich mich und meinen Churn Dash im Monat Februar. Die liebe Nadra von ellis & higgs ist für diesen Monat unsere Gastgeberin. Vielen Dank

 

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Hollyburn und Cropped winter Sweater

Herzlich Willkommen und einen schönen Mittwoch Abend.

Hier sollte jetzt eigentlich ein anderer Blogpost stehen, aber wie es manchmal so kommt. Ich bin also so frei und ziehe den jetzt vor, auch wenn es nicht der Reihenfolge meines Nähschaffens entspricht, egal ich hab das heute an und dann wird das so verbloggt. Fertig. Aus.

Sooooooo… mit vielen vielen O. Was gibt es heute zu sehen?

Tja heute also wieder ich und mein Hollyburn. Oder mein Hollyburn und ich, schließlich nennt sich der Esel immer zum Schluss. Was soll ich sagen – ich liebe ihn. 

Der Stoff ist der Hammer. FrauvonWelt hat ihn mir aus der Stoffgalerie in Leipzig mitgebracht und ich habe ihn bewußt erst angeschnitten als ich mit dem Schnitt zufrieden war. Zu schade wäre es gewesen, hätte mir irgendwas später nicht gefallen. Schwarz mit samtigen Blumen drauf. Fasst sich toll an. Etwas fester mit tollem Stand. Er rief direkt nach Hollyburn.

Natürlich war ich auch diesmal experimentierfreudig, soweit man das so nennen kann. Meinen dunkelblauen Hollyburn (trage und zeige ich euch hoffentlich nächste Woche) hatte ich hat mit FL = vordere/hinteres Stoffmitte zugeschnitten. Diesmal hab ich das alles einfach im Bruch gemacht. Okay…ich gebe zu, man sollte da berücksichtigen, dass der Rock 1.5cm Nahtzugabe enthält. Die sollte man dann beim Legen im Stoffbruch abziehen, wird sonst  minimal zu weit. Egal…lässt sich ja alles anpassen.

Zugeschnitten und genäht war er dann wieder schnell. Ruckzuck….okay, wie immer das Futter als Stolperstein. Aber auch das bekomme ich so langsam in den Griff. Diesmal ziert graues Innenfutter den Rock. Was ich allerdings gestehen muss, der Rock rutscht schon wieder ziemlich und ich muss den irgendwie deutlich enger machen. Hm… das Leben hat manchmal Vor- und Nachteile.
Dazu trage ich einen Cropped Winter Sweater nach Andi Satterlund. Verstrickt wurde hierzu Lang Yarns Merino+. Ein wirklich tolles und schnelle Projekt. Ehrlich. Und das sage ich, wo ich eigentlich lieber Raglan stricke, weil ich die verkürzten Reihen bis dato nicht konnte. Aber auf einmal war der Knoten geplatzt und schwups ruckzuck. 14 Tage habe ich für den Pullover gebraucht. Und das ist für mich wirklich schnell.

Ich habe mich bewußt für eine einfarbige Variante entschieden. Einfach weil es so besser kombinierbar ist. Aber ich denke es wird noch eine Variante mit farblichen Kontrasten geben. Ich mag ihn sehr gerne.

Bevor ich jetzt den Blogpost abschließe möchte ich mich nochmal ganz herzlich für die schönen Kommentare für meinen letzten Beitrag bedanken. Sehr lieb von euch gewesen. Ganz besonders freut mich, dass es tatsächlich Kaufentscheidung für einen Schnitt gegeben hat, aufgrund des Postes. Sowas geht wirklich runter wie Öl und freut mich sehr.

Und damit verlinke ich mich beim MeMadeMittwoch, wo uns heute zum letzten Mal Meike von Crafteln begrüßt und beim Afterworksewing

 

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Hollyburn und Astoria

Da bin ich wieder. An einem Mittwoch zum MeMadeMittwoch.

Ich muss zugeben, dass ich viel in der letzten Zeit genäht und wenig verbloggt habe. Dafür aber immer auf Instagram meine Fortschritte festgehalten.

Letzte Woche war ja Lieblingsstücke 2016 unser Thema. Heute möchte ich euch meinen neuen Hollyburn vorstellen. Der erste einer ganzen Reihe bzw Serie. Und bevor hier jemand was sagt, nein zu viele Hollyburn Röcke kann man nicht haben. 

Bisher habe ich meine Röcke immer eher hüftig getragen. Und so sehr ich den Rock geliebt habe, irgendwie war doch immer etwas was mir nicht so gefallen hat. Aber da ich den Rock so toll finde, habe ich mich damit arrangiert.

In den letzten Wochen des Jahres hatte mich dann die Nähleidenschaft wieder gepackt und ich hab in meinem Kleiderschrank Inventur gemacht. Was brauche ich? Röcke und Oberteile. Okay, nichts leichter als das. Und mir war auch klar, dass ich Hollyburn nähen will. Stoff hatte ich genügend für mindesten 4-5 Röcke. Also direkt losgelegt.

Und diesmal wollte ich etwas verändern, diesmal sollte alles an den Röcken toll sein. Also erstmal die Stoffe danach sortiert was Probe wird und dann losgelegt.

Im August hatte ich schon einen Hollyburn zugeschnitten und angefangen. Und dort aber wieder am Taillenband hängen geblieben. Also nochmal genau geschaut was mir an meinen Hollyburn nicht passt und was ich bei anderen in ihren Hollyburn so toll finde. Hm…die sitzen alle in der Taille. Vielleicht mal dort ansetzen und das versuchen?

Also meinen angefangen Hollyburn nochmal auseinander genommen und entsprechend in der Größe angepasst. Jetzt hab ich die Größe 12 und nicht mehr 16.

Und mir dann den Taillenbund nochmal angeschaut. Einen tollen Formbund hatte ich an meine alten Hollyburn auch noch nicht konstruieren können. Also habe ich im Netz nach entsprechenden Alternativen gesucht. Bei A Fashionable Stitch habe ich eine schöne Anleitung für einen gebogenes Taillenband gefunden und meins dahingehend umgebaut. Erstmal vorsichtig um mich bei späteren Röcken ranzutasten. Weg ist ja schnell geschnitten.

Die Erste Anprobe nach dem zusammenheften war wirklich vielversprechend. Am Taillienbund hab ich noch zu meckern gehabt. Also habe ich das vorne noch etwas angepasst. Jetzt ist da sowohl im Rockteil als auch im Taillenbund eine Naht, aber dafür liegt es sehr schön an und der Rock sieht super.

Für weitere Röcke habe ich das Taillenband gleich nochmal abgeändert.

Längentechnisch bin ich im Gegensatz zu meinen anderen Hollyburn wieder etwas kürzer geworden. Ich hab irgendwo gelesen, wenn man solche Röcke mit überwiegend flachen Schuhen trägt, dann sollten die Röcke etwas kürzer sein, weil sonst die Proportionen nicht mehr stimmen. Sei mal dahingestellt ob das jetzt so stimmt, ich mag die Länge ganz gerne und finde das passt gut.

Und ich hab wie wild mit dem Taylor Board gearbeitet. Junge Junge, werden die Nähte und alles was man bügeln muss toll damit. Ich bin schwer begeistert.

Das einzige was ich nie hinbekommen werde, ist ein tolles Futter. Schlimm. Nie ist es gleichlang und irgendwas ist immer. Wie macht ihr das denn? Ich hab jetzt schon die Röcke auf Links gezogen und dann mit dem Rockabrunder handiert, auch nur Mist. Das frustriert mich wirklich.

So Hollyburn, next Generation ist damit fertig gewesen. Fehlt noch passendes Oberteil.

Uff. Dafür hab ich gesucht. Irgendwann bin ich mal beim Ondee Sweater von deer und Doe gelandet. Aber hab mich dann daran erinnert, dass ich ein ähnliches Muster schon habe. Nämlich von Seamwork das Astoria. Wobei mir beim Ondee Sweater der Kragen so toll gefällt, aber muss ich halt mal selber konstruieren.

Also Schnitt rausgekramt und Probestoff gesucht. Aus Resten von schwarzen Baumwoll-Jersey habe ich dann das Astoria zugeschnitten und genäht.

Passte auf Anhieb super und ist ja wirklich ratzfatz genäht. Mittlerweile sind 4 neue Astoria entstanden. Sind ja schnell genäht. Am Schnitt selber habe ich nichts verändert. Weder länge noch sonstwas angepasst. Und sogar die Schultern sitzen da wo sie hingehören. Oh…doch doch… ich habe die Ärmel deutlich enger gemacht als für meine Größe angedacht. Apropos. Die M hab ich zugeschnitten.
Resümee nach einem Tag Tragen und weil die Frage nach dem Sitz auf Instagram kam: Das Outfit gefällt mir gut. Ich fühle mich schick angezogen und zufrieden. Der Rock sitzt super, nichts verrutscht, ich muss an keinem Bund zuppeln und auch am Oberteil passt soweit alles. Ab und an beim Sitzen biegt sich der Bund unten leicht nach oben, den streiche ich dann flink glatt. Der Stoff vom Rock ist dafür grenzwertig. Sehr dehnbar und ich finde er beult etwas aus. Mal davon abgesehen dass er irgendwie knittrig ist, was ich so gar nicht erwartet hätte.

Mehr gut gekleidete Frauen findet ihr wie immer auf dem MeMadeMittwoch Blog. Schaut vorbei, ich finde es immer sehr inspirierend.

 

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Lieblingsstücke 2016

Heute bei MeMadeMittwoch wieder mit den Lieblingsteilen 2016.

Hm…ich muss zugeben soviel hab ich ja gar nicht genäht. Leider. Ich hatte eine ziemliche Flaute. Sowohl beim Nähen als auch beim Bloggen. Und so kommt es, dass mein aktuelles Lieblingsstück noch gar nicht verbloggt wurde.

Als Lieblingsschnitt hat sich 2016 für mich das Lady Skater Dress herausgestellt. Es ist schnell genäht und einfach toll. Ja toll. Mittlerweile gibt es bereits 4 Versionen davon, leider nur eine verbloggt. Das Schwalben Lady Skater. Und damit ihr hier heute auch mal was neues seht, zeige ich euch noch meine Lieblingsversion vom Lady Skater Dress. Meine Hahnentritt Version. Den Stoff habe ich im September auf dem Stoffmarkt in Stuttgart gekauft.

Beim Nähen hatte ich dann das Problem, dass ich es mit dem Muster doch arg zu kämpfen hatte. Schlimm und ich hab mich echt gefragt was da schief gelaufen ist. Irgendwann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass gar nichts schief gelaufen ist. Es ist halt wie es ist und ich liebe das Kleid. Es liegt halt am unsymmetrischem Muster.

Ein weiteres Teil, welches ich sehr gerne anziehe ist mein Simplicity 2451 Rock aus grauem Wollstoff. Super gern kombiniert mit meinem Lindenshirt von grainline oder den letzten Kaufpullover.

Und absolut und ohne Zweifel mein Lieblingsteil – mein Pepernoot Hooded Coat von Wafflepatterns. Genäht auf der AnNÄHerung_Süd in Würzburg. So toll. Mein Meisterstück. Einfach weil ich bis zu dem Zeitpunkt nie gedacht hätte, dass ich mir je einen Mantel nähen würde. Es war eine Bastion die ich eingenommen habe. Es wird defintiv eine weitere Version dieses Mantels geben, so eine richtig tolle Winterversion, dass ich meine gekaufte Daunenjacke nicht mehr tragen muss, weil ich voll den tollen warmen Mantel genäht habe.

Seit seiner Entstehung ist auch das Vogue Wickelkleid sehr oft getragen wurden. Es ist einfach schnell übergeworfen, der Stoff ist schön weich und knittert nicht. Schnappen, anziehen und ready to go. So gefällt mir das. 

Ich habe in diesem Jahr einige neue Schnitte ausprobiert. Und auch wenn ich viele liebgewonnen Schnitte gerne noch einmal nähen wollte, hat mich oft das Neue gereizt. Und so sind auch diverse Projekte immer noch in Wartestellung. Das Harriet, das Hawthorn. Schon mehrmals genäht und nochmal gewünscht, aber immer anderen Vorrang gegeben.

Seit Weihnachten habe ich oft an der Nähmaschine gesessen. Und seitdem sind so einige Lieblingsstücke entstanden. Die möchte ich hier allerdings nicht aufzählen. Einfach weil für mich das Nähjahr mit dem Weihnachtskleid abgeschlossen ist. Und somit ist auch mein diesjähriges Weihnachtskleid das letzte Bild was ich euch gezeigt habe.

Schaut heute auf dem MeMadeMittwoch Blog bitte vorbei. Die Lieblingsstücke Anderer zu bewundern, macht ungeheuer Spaß.

 

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