Getaggt zum Zweiten…

Heute der zweite Teil meiner Tagging-Frage-Runde. Diesmal wurde ich von FrauvonWelt getaggt.

Es gelten weiterhin folgende Spielregeln:

– Beantworte die Fragen

– Denke dir selbst zehn Fragen aus

– Suche dir kleine Blogs mit weniger als 200 Lesern und tagge sie

– Erzähle es den Bloggern

– Zurücktaggen gilt nicht!

Zuerst meine Fragen:

1. Was war deine Inspiration mit dem Nähen anzufangen? Und wie hast Du Dir das Nähen beigebracht?

Das ist sehr leicht zu beantworten. FrauvonWelt ist Schuld. Wir kennen uns schon seit vielen Jahren und nahezu bei jedem zweitem Treffen habe ihr ihre Outfits bewundert und ständig ein „Oh das möchte ich auch haben“ auf den Lippen gehabt. Irgendwann zu einem meiner vielen Geburtstage war es glaube ich, habe ich einen ganz tollen Nähnachmittag und mein erstes Nähbuch bekommen und ich war infiziert. Etwas später hatte ich meine erste Nähmaschine und zwei Kurse bei mir ums Eck belegt und meine Näh“karriere“ nahm ihren Anfang. Und der Rest ist wohl üben üben üben.

2. Welche Handarbeitstechniken beherrschst Du noch (Stricken, Häckeln, Filzen) und wie kombinierst Du die in deinen Werken?

Ich kann stricken und häkeln. Wobei ich zugeben muss, dass ich in der Schule weder das eine noch das andere gemocht habe. Aber seitdem ich nähe, hat das alles so ein kleines Eigenleben entwickelt. Ich muss gerade im Job oft sehr viel mit dem Kopf machen und da mag ich das Gefühl, wenn ich nähe oder stricke, das Gefühl, da was mit meinen Händen fertig gemacht zu haben.

Kombinieren lässt sich das leicht. Ich habe mein Strickzeug ständig in der Handtasche. Stricke oft in der Mittagspause oder wenn ich irgendwo warten muss. Und abends vor dem TV, wenn ich gerade keine Lust zum Nähen habe.

3. Wo kaufst Du deine Stoffe (Internet, Stoffmarkt, Fachhandel)? Woran achtest Du dabei am meisten (Farbe, Zusammenstellung, Qualität, Preis? So müssen alle meine Stoffe durch den Knittertest durch – kurz in der Fast zusammenpressen und schauen, wie der Stoff danach aussieht)?

Ich bin ein im Laden-Kaufer. Ich muss Stoff anfassen und drüberstreichen. Den Knittertest mussten bisher auch alle meine Stoffe machen, bis auf das Leinen.

Ich habe mal versucht mir mit Stoffproben im Vorfeld Stoffe zu bestellen, aus dem Netz, aber ich kann das nicht. Gefällt mir am Ende nicht. Ich schlendere durch die Läden, schaue hier mal und dort mal. Fasse Stoffe an. Und dann ergibt es sich meist. Ich kann auch nicht mit einer bestimmten Vorstellung einkaufen gehen. „Heute möchte ich Stoff für ein Rotes Kleid“  das funktioniert nicht. Ich weiß das ich Stoff für ein Kleid brauche und ziehe los. Dabei ist es auch gut möglich dass ich am Ende mit Stoff für Röcke oder Oberteile wieder komme, hat halt kein schöner dagelegen, der als Kleid gepasst hätte.

Preislich sind so 20 Euro/m meine persönliche Obergrenze für Stoff. Bisher hat das auch ganz gut hingehauen. Ich achte darauf so wenig wie möglich Kunstfaser zu kaufen. Ich trage sehr gern Viskose-Jersey. Mittlerweile habe ich auch einige Webstoffe zu Hause, die ganz tolle Kleider abgeben werden. Ich muss aber zugeben, dass ich für die Stoffe sehr lange gebraucht habe. Bei den meisten Webstoffen habe ich das Gefühl dass die Stoffe beissen/kratzen, das mag ich nicht.

Außerdem bin ich doch manchmal etwas faul und drücke mich mit den Jersey-Stoffen vor dem Futter

4. Konstruierst Du selber deine Schnitte oder nutzt du Fertigschnitte? Was sind deine Favoritmarken? Welche kannst Du empfehlen? Welche sind Deine Standardanpassungen?

Bisher benutze ich fast ausschließlich Fertigschnitte. Lediglich einen Rockgrundschnitt habe ich mir jetzt erstellt. Und da muss ich noch einiges an Arbeit leisten, bevor der sitzt. Mein Ziel soll es aber mal sein, mir auch das ein oder andere Teil selber zu erstellen, ganz nach meinen Maßen. Das das bisher nicht der Fall war, liegt zum einen daran, dass mir oft noch das Verständnis für konstruktive Sachen fehlt. Der Nebel lichtet sich aber etwas.

Ich bin ziemlich verliebt in Burda. Mag aber auch Ottobre und co. Eigentlich ist mir die Herkunft des Schnittmusters egal, Hauptsache es ist ein schöner Schnitt der meinen Typ unterstreicht.

Standardmäßig passe ich den Sitz der Taille an. Ich bin nur 1,60m groß und somit liegt die bei den Schnitten etwas zu tief. Und ich passe mein Hohlkreuz an. Ansonsten kann ich die Schnitte meist so lassen. Allerdings messe ich seit neuestem die Maße auf den Schnittteilen nach und wähle danach die Größe aus. Da kann es schon mal vorkommen, dass Oberteil die Größe 38 hat und die Ärmel Größe 44 werden.

5. An wen wendest Du Dich, wenn Du nicht weiter kommst? Welche Nachschlagwerke kannst Du empfehlen?

An wen ich mich wende? Hehe, an meinen Telefonjoker FrauvonWelt natürlich. LOOL Wir haben glaub eine ziemliche Standleitung was das Nähen anbelangt. Und das find ich wirklich sehr toll. Ich finde aber auch im Netz sehr viel Hilfe. Sewing Galaxy oder Anmasi haben mich schon öfter unterstützt. Sei es mit Kommentaren oder mit verfassten Post, die mir bestimmte Sachen erklären.

Mittlerweile habe ich auch eine stolze Reihe an Büchern angesammelt. Von Gilewska hab ich 4 Bücher zu den verschiedenen Themen der Schnittmusterkonstruktion. Zum Geburtstag vor knapp 2 Jahren habe ich „Mein großes Nähmaschinen-Atelier“ bekommen. Dann gibt es noch ein Buch zum Thema Schnittmusterkonstruktion in der Damenmode. Und ein Burda-Buch steht auch noch da. Je nachdem was ich brauche suche ich mal hier, mal da. Ich finde sie alle sehr hilfreich.

6. Wie gehst Du mit Nähflauten und unkreativen Phasen um?

Eine zeitlang war ich da sehr kritisch mit mir. Habe mich manchmal regelrecht gezwungen was zu machen. Einfach weil ich das Gefühl hatte dass ich muss.  Mittlerweile lasse ich Nähflauten und unkreative Phasen einfach zu. Es hat sich für mich einfach herausgestellt, dass ich mich danach enorm verbessere und mit mehr Lust und Konzentration an die Sache herangehe. Ich auch mit etwas Abstand, den ich durch solche Phasen erhalte, einen besseren Durchblick und ein besseres Verständnis für Probleme und Schnitte habe bzw bekomme.

Es ist als verinnerliche ich in solchen Phasen einfach manche Dinge, die ich sonst einfach nicht verstanden habe.

Ich mache das worauf ich Lust habe. Manchmal nähe ich ausschließlich oder ich stricke ausschließlich.

7. Welche sind deine Kriterien bei Kaufen vs Selbernähen-Entscheidung?

Ich war schon eine Weile nichht mehr einkaufen. Zum einen stört mich der Einheitsbrei in den Geschäften, zum anderen stört mich die oft mangelnde Qualität und der mangelhafte Sitz der Sachen. Lediglich Hosen/Jeans kaufe ich noch selber.

Ich glaube mittlerweile würde ich nur noch sehr festliche Sachen kaufen. Oder Mäntel. Daran drau ich mich noch nicht.

8. Was steht aktuell auf deiner ToDo-Handarbeits-Liste?

Da ich meist erst ein Teil fertig nähe bevor ich ein anderes Projekt starte, gibt es keine aktuelle To-do Liste. Allerdings liegen hier gerade 2 Kleider zur Fertigstellung und der Rockgrundschnitt. Ich hoffe ich kann alle Teile am Wochenende fertig stellen, es sind nur noch die letzten Handgriffe zu erledigen.

Beim Stricken sieht das anders aus. Da hab ich zig Nadeln offen bzw angeschlagen. Zum einen wäre da die Maschenprobe für einen Ajour-Muster-Pulli für mich. Socken für mich, Socken für meinen Papa. Wie ihr gestern gesehen habt sind da noch Mütze und Tuch welche auf Fertigstellung warten. Ein Tuch für Schwiegermama in Spe muss noch repariert werden. Es sammelt sich. Alles schön geordnet mit Strickschrift und passendem Garn dazu, so muss ich einfach nur das greifen worauf ich Lust habe.

9. Wie ist dein Style? Wie sieht Dein Kopf-Kleiderschrank aus?

Das ist eine wirklich gute Frage. Die habe ich mir selbst schon oft gestellt, weil ich mit meinem aktuellem Stil nicht so richtig zufrieden bin, zumindest mit dem Bisherigem. Um herauszufinden was mir steht und wohin ich möchte habe ich mir ja eine Figurine erstellt. Daran bastel ich immer noch und schiebe da Schnitte drauf und schaue wie es aussieht. Ich möchte wieder hin zu sportlich sexy. Ich mag es wenn die Stoffe mich leicht umschmeicheln, das streckt. Ich mag es weiblich und edel. So soll auch mein Kleiderschrank werden.

10. Was war bisher dein allerliebstes selbstgenähtes Teil?

Ich mag im Prinzip alle Sachen die ich nähe. Mein aktuelles Lieblingskleid ist das Stitch Details aus der Ottobre. Einfach ein Traum. Stoff, Schnitt, ich liebe es. Meist bin ich so begeistert von einem fertigen Kleid, dass ich es am Liebsten nochmal nähen würde. Anderer Stoff und schon sieht es ganz anders aus. Schließlich hab ich mir mit der Anpassung des Schnittes viel Mühe gegeben und die soll ja auch belohnt werden.

So, jetzt wisst ihr wieder etwas mehr über mich. Ich hoffe euch hat mein kleiner Einblick gefallen. Im nächsten Post zu dem Thema werde ich meine Fragen vorstellen und euch die Blogs nennen, die mir so gefallen, dass ich sie gerne Taggen möchte.

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal bei allen bedanken die mich lesen und mich unterstützen. FrauvonWelt hat es mal auf den Punkt gebracht. Auch wenn wir noch so gern behaupten ein Blog wäre nur unser persönliches Internet-Tagebuch, wir alle wissen dass wir das eigentlich nur für unsere Leser machen. Wir brauchen den Austausch mit anderen, die unsere Leidenschaft teilen. Das Gefühl dazu zu gehören und freuen uns über Feedback und Hilfe. Danke 🙂

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Keine Kommentare

  1. Oh Schön, di bist ja fix! Danke schön 🙂 Ist schon sehr spannend, wie man die Fragen unterschiedlich interpretieren kann und deine Antworten dazu!
    Aber hast Du Dir schon mal überlegt Nähen und Stricken und in einem Kleidungsstück zu kombinieren? Oder bereits ausprobiert? In den Nähzeitschriften gibt es sehr selten solche Modelle und ich glaube, dass man damit eine sehr schöne Kombination schaffen kann..
    Liebe Grüße
    FvW

    1. Hab ich viele der Fragen komplett anders interpretiert?
      Ja ich hab das schonmal überlegt. Und ich wollte das demnächst auch mal ausprobieren. Erstmal an einfachen Sachen wie einem Loop. eine Seite wollte ich ganz fein filigran stricken und die Rückseite quasi sollte aus Jersey werden. ich hab das mal wo gesehen und fand das sehr toll. so kann man je nach Temperatur die kühlere oder die wärmendere Seite zum Hals tragen

      LG Dana :-*

  2. ist doch egal wie es gemeint war, wichtig ist, was Du uns erzählen willst – und das fand ich sehr schön!!! Vlcht kannst mal in einer extra-Post uns deine Nähbücher extra vorstellen und zeigen, was da gut und was weniger gut ist und was du davon bereits ausprobiert hast – das finde ich immer sehr spannend! 🙂

    1. 🙂 Danke. ich fand das Taggen ganz toll, da wird man doch bissli persönlicher und erzählt zumindest über die Hintergründe.
      Ich werde den Vorschlag Aufnehmen und meine Bücher mal etwas vorstellen. Dann fällt dir die Auswahl zu Weihnachten leichter
      LG Dana

  3. Hallo Dana! Ich muss morgen nochmal alles in Ruhe lesen- bin jetzt wieder am Sporteln. Nach etwas 10 sport-losen Jahren eine echte Herausforderung. Deshalb geh ich jetzt schlafen! Ganz liebe Grüße,
    BuxSen

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