Tuesday, November 21, 2017
Nähen Oberteile Stricken

Experimente aus meinem Nähzimmer, heute Chardon Rock von Deer and Doe

Vor nicht allzulanger Zeit hatte ich noch gedacht, bei mir wird es nur noch Schnittmuster geben, die ich plotten lassen kann. Nunja… Manchmal kommt es anders.

Nachdem ich lange Zeit nur auf Instagram unterwegs gewesen bin und irgendwie keine Zeit gefunden habe in Blogs nachzulesen, hatte ich jetzt wieder Ruhe und Muse für die Blöcke. Endlich mal wieder Zeit meine Bloglovin Liste leerzulesen. Und vor kurzen habe ich dort einen Beitrag von Grüneblume gefunden. Elke hatte einen wunderbaren Chardon Rock genäht. Liebe auf den ersten Blick und ein sofort HABEN MUSS. Also ich zu Deer and Doe und schon sind wir beim „nunja“. Die Schnitte sind nicht zum Plotten sondern auf Papier. Zugegebenermaßen hübsch verpackt. Okay, keine Regel ohne Ausnahme und nachdem ich direkt noch ein das Belladone und … in den Warenkorb gelegt habe, habe ich die Bestellung abgeschickt. Es gab natürlich noch den Ondee sweater, den ich gerne gehabt hätte, aber ich muss zugeben hier siegte der Geiz, denn Astoria ist im Prinzip nichts anderes.

So schnell wie ich bestellt hatte, so schnell waren die Schnitt da. Wirklich hübsch verpackt. Sehr schön stabiles Papier und so mal ganz allgemein gesagt, meine geplotteten Schnitte sind genauso. Ist also in diesem Fall kein Mangel, dass der Schnitt nicht zu plotten ist.

Zuerst habe ich mich an den Chardon Rock gewagt. Wo ich schon schockverliebt war.

Ein passender Stoff war sehr leicht gefunden. Ein weicher weich fallender Jeansstoff, den ich als Croupon auf dem Stoffmarkt im Herbst mitgenommen hatte. Er sollte eigentlich mal ein Hollyburn werden, aber nur Hollyburn ist ja auch nicht das Wahre.

Genäht habe ich den Rock dann während meinem Nähkränzchen in unglaublich netter Gesellschaft.

Er war wirklich schnell genäht. Der Stoff eher nicht so das Wahre. Er verzieht sich doch ziemlich und so sind meine Falten nicht senkrecht sondern neigen sich leicht zur Seite. Warum auch immer. An den Falten zieht sich auch der Stoff schon sehr unschön. Glaube lange hält das nicht. Und das ist auch ein Grund warum ich den Rock immer nur mit etwas drüber tragen werde, da sieht man die gesamten Mängel nicht

Der Schnitt ansich ist wirklich simple. Ein paar Rechtecke und diverse Falten. Wahrlich kein Hexenwerk. Und wenn ich ganz ehrlich bin, war ich mir bei der Bundlösung von vorherein nicht so sicher. Die ist nämlich im Prinzip wie die vom Hollyburn ein gerader Streifen und da weiß ich ja, dass mir das eher nicht gefällt, weil der Bund dann komisch absteht. Das wird wohl auch der Grund für die Gürtelschlaufen sein. Mit Gürtel kann man den Rock dann nämlich doch noch etwas auf Figur trimmen.

Beim Ablängen ist mir natürlich auch prompt auch noch ein Fehler unterlaufen. Ich hab ihn rundherum gekürzt, ganz ohne abpusten mit dem Rockabrunder und wie sollte es anders sein, hinten war er deutlich kürzer. Und nachdem ich ihn dann vorne angepasst habe, muss ich zugeben, dass er mir persönlich doch etwas zu kurz geworden ist. Jetzt sieht man meine Knubbelknie.

Den Saum habe ich mit rotem Schrägband versäubert. Das passt ganz hübsch zu den roten Overlocknähten, die den Stoff am beständigen Ausfransen hindern.

Für eine geübte Näherin ist es sicherlich kein Problem sich so einen Rock nachzukonstruieren. Wie gesagt Hexenwerk ist er nicht. Ich bereue den Kauf dennoch nicht. Einfach weil ich kein Typ dafür bin mir selbst etwas zu konstruieren.

Fazit für den ersten Versuch: Der Rock ist dank der Falten doch eine Abwechslung in meinem Kleiderschrank. Auf den ersten Blick ist er mir persönlich für mich etwas zu kurz. Die Bundlösung wird sicherlich einer Überarbeitung bedürfen und im nächsten Versuch gibt es definitiv Gürtelschlaufen. Ansonsten ein schicker Rock, der auf den zweiten Blick gut gefällt.

Dazu trage ich meine x-te Astoria in farbenfrohem Grauem Baumwoll-Jersey und meine letzte Miette, auch in Grau. Die Miette ist irgendwie bissli sehr kurz geworden. Deshalb habe ich mich spontan dazu entschlossen das einfach als Lagenlook zu tragen. Sieht ganz gut aus, hält warm und ich mag es gern.

Gezeigt hatte ich die Miette glaube ich auch noch nicht. Wie alle meine Jacken haben ich hier wieder mit Schrägband die Knopfleiste verstärkt. Fein kariert.

Die Knöpfe habe ich im hiesigen Wolleladen gefunden. Die find ich sehr hübsch. Und die Kombination der Drops Big Merino mit den Metallknöpfen passt prima

So damit reihe ich mich hoffentlich in jede Menge gut gekleideter Frauen beim MeMadeMittwoch ein. Dort ist heute allerdings Blumen-Motto. Dem bin ich mit meinem Outfit nicht gerecht geworden. Was nicht heißt, dass ich keine Stoffe mit Blumen habe. Ganz im Gegenteil. Nur sind die noch nicht verarbeitet. Aber immerhin sind Pläne geschmiedet. Viele Pläne.

Gleichzeit seht ihr hier meinen Tag 3 beim diesjährigen MMMay17, den genauso war ich heute unterwegs.

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3 Comments

  • Reply
    Tanja / die fesche Lola
    Mai 4, 2017 at 8:36 am

    Gut siehst Du aus in Deinem fröhlichen Grau! Faltenröcke sind auch gerade mein Beuteschema, um den Rock schleiche ich schon eine ganze Zeit herum. Toll geworden! LG, Tanja

  • Reply
    Lacouseuse
    Mai 4, 2017 at 10:22 am

    Ein hübscher Rock – für meinen Geschmack wenigstens in der Kombi mit Strumpfhose und Stiefeln auch nicht zu kurz. (Knubbelknie, das ist aber Quatsch…). Ein bisschen sommerlicher geht er sicher auch mit Leggins drunter, wenn Du nicht so viel Bein zeigen willst. Oft hilft es doch, wenn man mal verschiedene Kombinationen durchtestet (einen Tag lang, nicht 2 Minunten vor dem Spiegel).
    Ich wünsche Dir entspannte Tage mit dem schönen Rock!
    Lg Almut

  • Reply
    Rachel aus LaMaisonVictor – c u t i e c a k e s w e l t
    Mai 24, 2017 at 8:38 pm

    […] auch umgesetzt werden. Und diesmal handelt es sich um Faltenröcke. Ich hatte ja schon mit Chardon von Deer and Doe einen Versuch gestartet. Eher mit mäßigem Erfolg. Dann konnte ich beim […]

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