Friday, November 24, 2017
Nähen

Schluppenshirt Burda 117 aus 7/2014 und Hollyburn

Lange lange ist es her, dass ich etwas von Burda genäht habe. Aber manchmal muss man doch.

Es ist nämlich so, dass ich heute auf Dienstreise gehe, die Erste seitdem ich wieder Arbeiten gehe. Und wie immer fällt mir just 1 Woche vorher ein, dass ich ja nichts zum Anziehen habe. Also habe ich etwas bei Z****** bestellt und herzhaft gelacht. Öhm…Nein…so möchte ich nicht herumlaufen und nein….ich habe keine verschobene Figur, die Designer/Herstellen produzieren schlichtweg an der Frau vorbei. So kommt es mir vor. Im Rücken zwei Nummern zu groß, am Busen 2 zu klein. Klar in der Summe ist es meine Oberweite, aber mal ehrlich, so mag man doch nicht herumlaufen.

Okay…was nun?

Selber nähen… Ganz klar.

Vor ein paar Wochen war ich mit Maria von Fadenwechsel in Stuttgart Stoffe shoppen. Da hatte ich mir 4 m tollen Anzugsstoff mitgenommen, weil ich aus diversen Gründen ein Kostüm nähen wollte. Tja und der lachte mich jetzt an und ruckzuck war der zu einem Hollyburn verarbeitet. Als der Rock fertig war, habe ich mit erschrecken festgestellt, dass der Stoff in der Länge elastisch ist. Wieso das? Wer macht denn sowas? Was für einen Sinn hat das denn bitte? Naja ich hatte gehofft, dass er sich gut aushängt. Und nach 5 Tagen beschwertem Aushänge, sieht der noch genauso aus und ich habe ihn gesäumt und das Futter schön gemacht.

Ich mag ihn sehr. Durch den weichen Stoff fällt er ganz anders und schwingt schön. Schöner Gegensatz zu meinen restlichen Hollyburn.

Doch was zum Rock tragen? Irgendwas schnelles nähen und überhaupt. Eigentlich hatte ich ja gar keine Stoff mehr da. In den letzten Wochen hatte ich im Akkord Jersey vernäht und tja…. Nach einigem Wühlen habe ich noch petrolfarbenen Viskosejersey gefunden. (Die Farbe ließ sich einfach nicht fotographieren) Ein Anfang

Maria brachte mich auf eine Schluppenbluse. Und nach einiger Recherche hab ich mich dann auf das Top 117 aus Burda 07/2014 eingeschossen. Ich hab ganz tolle Versionen von Schluppen bei Küstensocke und bei Frauenoberbekleidung gesehen. Und los ging es.

Und ich kann mit Bestimmtheit sagen, burdaisch ist nicht meine präferierte Sprache. Ohne Maria hätte ich es nicht geschafft. Und am Ende muss ich zugeben, dass ich ziemlich Freestyle genäht habe und es vom eigentlichen Schnitt doch abweicht.

Was habe ich also geändert. Ich habe mich für Größe 40 entschieden und die Taille 1.5cm nach oben gesetzt. Ich habe beide Seiten des Kragens lose hängen. Die rechte Seite also nicht im Vorderteil eingefasst. Und ich habe den Kragen zu einem Schlauch geschlossen und letztendlich alles etwas gekürzt.

Es ist, dank meiner Standleitung, leider auch so, dass die Innenseite in der Verarbeitung etwas zu wünschen übrig lässt, einfach weil ich mir irgendwie nicht mehr zu helfen wußte und einfach genäht habe. So wie ich dachte und so dass es am Ende das Bild hatte, was im meinem Kopf lange schon bestand.

Es ist sicherlich nicht die Feine Englische Art Schnitte derart zu verstümpern, aber nunja, damit muss der Schnitt leben.

Für meine nächste Version habe ich Besserung gelobt und werde sorgsamer arbeiten. Aber auch diese Version wird die Schalenden lose haben.

Fazit: Ohne Hilfe hätte ich ziemlich doof ausgesehen. Was ich aber toll finde, ist die Tatsache, dass das Top doch recht schnell genäht ist. Und es ist aus Jersey. Das mag ich sehr.

Und so war ich an Tag 10 des diesjährigen MMMay17 unterwegs. Sehr viele toll gekleidete Frauen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog und auf Instagram unter dem Hashtag #MMMay17

Ich bin so frei und verlinke mich heute sowohl beim MMM als auch beim RUMS

 

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1 Comment

  • Reply
    Verplant & zugenäht
    Mai 11, 2017 at 8:02 pm

    Der Rock ist ja wirklich toll! Das Top gefällt mir nicht so, weil ich keine Schluppen mag, aber die Farbe ist grandios!

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