Winter-Mantel Sew Along: Das große Finale! Der Winter kann kommen

Halleluja, ich bin tatsächlich Besitzerin eines selbst genähten Mantels. Ohne den Sew Along und die AnNÄHerung_Süd hätte ich das aber nicht geschafft. Und gleich vorneweg, die Bilder sind zum Teil schon seit Wochen fertig.

Meinen Dank für die Organisation geht an Karin und Nina. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht ein Teil der Sew-Along Gemeinde gewesen zu sein und ohne euch hätte ich mich nie an einen Mantel gewagt.

Zur Erinnerung, ich hatte mich für den Pepernoot Hooded Coat von Waffle Pattern entschieden. Es hat lange gedauert bis ich mich letztendlich für Futter und übrige Materialien entschieden habe. Ich hab gehadert wie warm ich den Mantel haben will. Ob Thinsulate wirklich sinnvoll ist usw. Schlussendlich bin ich bei Graphitblauem Wollstoff und grauem Futter hängen geblieben.dsc05778

dsc05821Nach ausführlicher Beratung mit Mathilda von Stoffundton und Muriel von Nahtzugabe5cm habe ich auch das Thinsulate weggelassen.

Auf der AnNÄHerung_Süd hatte ich das Glück, dass Mathilda den Pepernoot auch schon genäht hatte und sie so freundlich war mich in Ihre Version schlüpfen zu lassen. So konnte ich die Größe und die Ärmellänge checken und schauen ob er überhaupt was für mich ist. Ich meine ob er was für mich ist, war eher nebensächlich, er war ja schließlich schon zugeschnitten.dsc05822

Bei der Anprobe hab ich direkt gemerkt, dass mir meine Version zu groß sein würde. Ich hatte mich laut Maßtabelle für die Größe 42 entschieden, fand aber die Bequemlichkeitszugabe da schon sehr großzügig. Mathilda hatte eine 40 zugeschnitten und so habe ich meine Schnittteile gleich abgeändert.

dsc05825Und das lässt sich mit dem Schnitt super toll machen. Man kann sich beim abpausen nämlich entscheiden ob man mit oder ohne Nahtzugabe abpaust. Und da ich so frei war meinen Plottausdruck einfach auszuschneiden, befanden sich alle Linien auf den Muster, also alle eine Nummer kleiner.

Ich habe meine Version gar nicht weiter angepasst. Lediglich das Unterteil habe ich an der dafür angegebenen Linie um 4 cm verkürzt. Sonst nix. Und ich kann jetzt schon sagen, ich bin seeehr zufrieden.

Das Nähen ging echt recht zügig von der Hand. Aber ich sage euch, vorher muss ja Einlage gebügelt werden. (Ich habe G740 gewählt) Und ich hab fast den ganzen Freitag damit verbracht nur Einlage zu bügeln. Unglaublich. Das war der Punkt wo ich das erste Mal gezweifelt habe. So eine Wollstoff bügeln ist ja auch nicht ohne. Dank Tuch aber machbar.

Ich hab natürlich auch einiges Sachen falsch genäht, musste wieder auftrennen und neu starten. Das übliche. Ich werde oft hektisch und will es fertig haben, dann les ich die Anleitung nicht richtig und schwups kommt mein Freund der Nahtauftrenner wieder in Aktion.

dsc05751Aber dank Mathilda von Stoffundton.de hielt sich alles in Grenzen. Sehr toll. Auch Stella von daskleinehaus war mir eine enorme Hilfe. Dank ihr hab ich von Hand heften gelernt. Wobei ich hier auch ganz klar sagen muss, die Anleitung zum Schnitt ist sehr gut. Um nicht zu sagen ausgezeichnet. Jeder Schritt mit kleinen Bildern erklärt. Wirklich ausführlich.

So jetzt der Mantel im Detail. Die Taschen habe ich mit Satinschrägband eingefasst. Der Stoff war zu dick um ihn einzuschlagen und abzusteppen. Ein besonderer Eyecatcher sind die Paspeln am oberen Teil der Jacke. Hier habe ich Leuchtpaspel verwendet. Damit man mich im Dunkeln auch sieht.

dsc05834Die Kapuze finde ich großartig. Genau die richtige Größe. Wobei ich mich zu erinnern meine, dass es auch Näherinnen gab, die sie zu groß empfanden.

Ein kleineres Problem hatte ich schlussendlich mit dem Futter. Das hat so gefranzt dass ich die Innenjacke, also das Futter auch mit der Overlock genäht habe. Unten am Saum musste ich auch versäubern. So ist es doch etwas kurz geworden und ich habe es etwas höher am Saum anbringen müssen um noch genügend Bewegungsspielraum zu haben.dsc05835

Fazit nach 4 Wochen dauertragen: Prima. Warm genug bei diesen Temperaturen. Was ich beim nächsten Mantel doch hinzufügen würde, wäre wie von Muriel vorgeschlagen Windstopper.

Kurzer Überblick über die Kosten und den Zeitaufwand, den ich eingesetzt habe

Kosten:
Mantelstoff via aktivstoffe: 41,97 Euro
Einlage G740: 10,50 Euro
2 Knöpfe: 3,00 Euro
Futter: 21,25 Euro
RV teilbar: 8,95
RV für Taschen: 5,30
Gesamt: 80,47 Euro.

dsc05771Im Vorfeld habe ich mir noch Thinsulate und Steppfutter gebraucht. Da ich das Material nicht verwendet habe, habe ich das natürlich nicht aufgeführt. Mit bisschen Weitblick hätte ich mir die Käufe sparen können. Aber jetzt wird da halt was anderes von genäht.

Zeit:
Zuschneiden: 1 Abend
Einlage Bügeln: 1 Abend (habe das am Freitag bei der Annäherung gemacht
Nähen: 1 kompletten Tag. (Samstag von früh bis spät)
Handnähte (Säume, Futter): nochmal gemütlich Montag abend auf der Couch

Es ist also echt absehbar gewesen. Und ich hatte nicht immer einen Lauf. Hab auch zig mal aufgetrennt und neu gemacht. Aber ich denke das gehört irgendwie auch dazu.

Und damit Reihe ich mit in die Reihe der Pepernoot Näher ein und verweise auf jede Menge super schöne Wintermäntel auf dem MeMadeMittwoch Blog. Der Winter kann kommen

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RUMS 31.7.2014 // Raglanshirt

Da bin ich wieder, wieder beim RUMS und wieder mit einem Shirt für mich und die Kugel.

Dieses Mal habe ich ein Raglanshirt umgebaut Raglan-Shirt 112 aus Burda 2/2010 um genau zu sein. Einen Schnitt den ich schon mehrfach vernäht habe und ich mag den Schnitt sehr. Zum Beispiel: Klick, Klick

Im Prinzip bin ich wie bei meinem letzten Shirt vorgegangen. Ich habe das Vorderteil um 15cm verlängert und die Länge entsprechend eingehalten bzw gerafft. Damit alles gut hält habe ich dieses mal das Geraffte mit Framilon-Band verstärkt. Jetzt ist es noch ein bissli elastischer. Damit der Bauch noch mehr Platz hat, habe ich die Taillierung weggelassen und das Shirt gerade zugeschnitten.

Den Ausschnitt habe ich etwas vergrößert. So richtig zufrieden bin ich damit allerdings nicht. Mein übliches Problem ist aufgetreten, ich bekomme den Ausschnitt einfach nicht richtig schön anliegend. Vielleicht liegt es auch am Schnitt. Auf jeden Fall fällt er jetzt leicht wie ein Wasserfall vorne ein, was ich allerdings ganz hübsch finde.

Wenn aber jemand einen Tipp hat, wie ich so einen richtig schön anliegenden Raglan-Ausschnitt hinbekomme, dann immer her mit den Tipps. Ich wäre euch echt dankbar.

Im Original hat das Shirt lange Ärmel, da ich allerdings ein Sommershirt brauchte und Kurzärmlig eh viel praktischer finde, habe ich die Ärmel kurzerhand gekürzt.

Für das Shirt habe ich roten Viskose-Jersey von Hilco verarbeitet, der wie immer die richtige Mischung aus Leichtigkeit und Schwere hat. Ich mag den Stoff einfach und das rot ist mal etwas anderes als mein Typisches Blau oder Schwarz der letzten Monate. Irgendwie bin ich viel Farbenfroher geworden. Ach ich liebe Farbe.

Raglanshirt - UmstandsmodePassend zum Shirt meine roten Ballerina. Yeah…die ersten die ich ohne Strümpfe tragen kann und in denen ich auch nach straffen Fußmarsch keine Blasen bekomme. Okay sie färben, aber das geht ja wieder weg.

Mehr RUMS findet ihr wie immer Donnerstags hier – KLICK

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RUMS 24.7.2014 // Umstandshirt

Seit langem bin ich mal wieder beim RUMS dabei.

Heute mit einer Penelope von allerlieblichst, schick umgebaut auf ein Umstandshirt. Ich habe einfach das Vorderteil 15cm länger zugeschnitten als das Rückteil. Dann den Überschuss an den Seiten gerafft und fertig. Ging ruckzuck und sieht doch ganz hübsch aus. Und Platz für den Bauch ist noch ne ganze Weile.

Ich mag den Schnitt und habe ihn auch schon als „normales“ Shirt vernäht – klick 

Verwendet habe ich einen leichten Viskose-Jersey von Hilco. Ganz viele Blümchen in Blau und Türkis und Pink drauf. Ich finde den Stoff fast schon zu verspielt, aber in Verbindung mit dem weißem Rock (der meiner Figur zugegebenermaßen evtl nicht so schmeichelt, aber den ich trotzdem liebe) ganz schick.

Im Gegensatz zu meiner ersten Variante habe ich mich diesmal dazu entschieden nur die kleineren Ärmel zu verwenden. Dafür gibt es wieder Rollsäume und den Ausschnitt ziert ein hübsches Gummiband.

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Live vom Nähtisch zum 1. Mai – Tag der Arbeit …

…also auch bei mir.

Nachdem ich in letzter Zeit eher weniger genäht und noch weniger gebloggt habe, heute Live vom Nähtisch. Wobei live doch etwas lockerer zu sehen ist. Ich nähe so wie ich Zeit finde und wenn mich der Hunger oder die Unlust überkommt, werde ich morgen weiter machen.

Es ist 11 Uhr gewesen, da hab ich mir Gedanken gemacht was ich nähen möchte. Ich hab ganz viele neue Stoffe da und mein Kleiderschrank benötigt dringend Aufstockung in Sachen Oberteile. Naja eigentlich braucht er Aufstockung in allem.

Ich starte heute also zuerst einmal mit Esme von Sew Liberatet. Gekauft beim tollen Urbancut.de. Schon lange wollte ich es haben. Und besonders die Version von Marja Katz habe ich ganz doll gern. Auch die Google-Suche ist voll von tollen Versionen.

Meine Esme soll aus schwarzem Viskose-Nylon-Gemisch werden. Fein strukturiert und weich fallend. Ich werde eine türkise Paspel einarbeiten, damit es nicht ganz so dunkel ist. Leider gab es den Stoff nicht mehr in anderen Farben. Egal schwarz ist immer toll.

Weiterhin möchte ich von allerlieblichst eine Josefine nähen. Dafür stehen diverse Jersey-Stoffe zur Verfügung. Alle Viskose-Jersey. Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig welchen ich verwende.

Wenn ich am Wochenende und die nächsten Tage noch ganz viel Zeit und Stoff finde, habe ich natürlich noch ein drittes Projekt – jaja ich kann den Hals nicht voll genug bekommen. Dann wird hoffentlich noch die „simple skinny jeans“ von sew liberated bei mir einziehen.

Dann fang ich mal an. Natürlich hier erstmal ein paar Fotos.

Esme

So jetzt zum Schnittmuster abnehmen und loslegen.

12:30 Uhr. Immerhin mit dem Abnehmen des Schnittes fertig. Aber das Ganze fing gar nicht gut an. Erst hatte ich keinen Folie mehr, dann kein Seidenpapier. Ich also alles durchsucht und voila noch etwas Seidenpapier gefunden. Yeah… Aber ich muss sagen, ich benutze viel lieber Folie. Man sieht besser die Linien und es ist nicht so empfindlich. Mal ganz davon abgesehen dass der Schnitt auch auf seeehr sehr dünnem Papier ist, da hat man direkt Angst es anzufassen. Sowas mag ich ja gar nicht.

esme 2

 

14:00 Uhr. Nachdem ich kurz ein belegtes Brot gegessen habe, habe ich mich daran gemacht den Stoff zuzuschneiden. Naja nein eigentlich wollte ich ihn bügeln. Gewaschen ist er, so muss ich leider zugeben, nicht so schön wie frisch gekauft. Da war er ganz seidenglatt. Naja immerhin geht es jetzt

Also aufgelegt und zugeschnitten. Die Paspel hab ich auch schon gemacht. Und ich bin erstaunt wie hoch mein Stoffverbrauch war. Die Ärmel im schrägen Fadenverlauf sind doch ganz schöne Platzfresser.

esme 3

 

16 Uhr. Ich bin heute langsam, aber ich will ja auch sehr sauber arbeiten. Der Stoff verzeiht keine Fehler. Was ich ganz toll finde, ist dass mit dem Schnitt einen Code geliefert bekommt mit dem man sich das Nähen des Oberteils bei Sew Liberated anschauen kann. Sehr cool.

Soweit bin ich jetzt. Rückenteil und Vorderteil sind zusammen. Sieht soweit schon gut aus.

Esme 4

Jetzt brauch ich erstmal bissli Zucker und einen Kaffee. Später geht’s weiter.

19 Uhr ich hab bissli gebummelt und nebenher andere Dinge gemacht. Zeit für die erste Anprobe – ÖHM….. VIEL zu weit. Besonders im Rücken. Ach weh…mal überlegen wie ich sie auf Form bekomme. Zumindest etwas. Vielleicht mit einem Band.

Ich hab auch gerade nochmal im Netz geschaut. Glaube die, die Esme aus Maschenware genäht haben, sind viel glücklicher mit ihrer Version. Es ist leider so, der Stoff muss schon sehr weich sein, damit es anständig fällt.

esme 5Nun will ich aber unbedingt eine Esme haben. Oh man und ich dachte, so motiviert wie ich bin, geht das ruckzuck. Pustekuchen.

So genug gejammert. Weitermachen

 

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Frühlingskleid(ungs) Sew Along: Meine Ergebnisse.

Liebe Mit-Näher, ich möchte mich tausend Mal dafür bedanken, dass ihr an unserem kleinem Sew Along teilgenommen habt.

Es war eine sehr tolle Erfahrung für mich. Auch wenn das Sew Along, wie schon gesagt, in meinen sehr unproduktive Nähzeit gefallen ist. Nichtsdestotrotz hat es mir sehr viel Spaß mit euch gemacht.

Heute morgen war es dann soweit, ich hatte Lust, so richtig Lust auf nähen. Auch wenn die Sonne geschienen hat, egal, ran an die Maschine. Ja so ist das manchmal. Und so konnte ich heute bei all meinen Werken die letzten Stiche machen.

Ich hatte mich ja am Pintuck festgebissen. So entstanden eine Kleidversion aus dunkelbraunem Leinen-Gemisch. Die Farbe ist toll, leider hat sich der Stoff als zu steif und ungefällig erwiesen. Ich hab es schon in den Weichspüler gelegt. Nix. Naja für daheim und den Sommer wird es wohl ein Lieblingsteil.

Weiter ist eine aquamarinfarbene kurze Version von Pintuck entstanden. Der Batist ist fein gemustert und hat eine ungleichmäßige Struktur. Fällt ganz luftig und ist direkt etwas für den warmen Sommer, der dieses Jahr hoffentlich lange kommt. Säume und Ausschnitt habe ich nur mit der Overlock versäubert und einfach umgenäht. Zwar eine einfache Lösung, aber mir schien sie hier als dem Stoff angemessen. So recht hat er nämlich Nadeln nicht verziehen, da sah man sofort Löcher.

Tja und dann ist da noch eine Joana entstanden. Den Schnitt habe ich mir vor langer Zeit via farbenmix besorgt. Bisher aber erst einmal genäht. Ein sehr locker sitzender Schnitt. Am Bund habe ich einen Gummizug eingearbeitet, damit es schön sitzt. Der Stoff ist ein doch recht bunter Viskose-Jersey. Eigentlich sonst nicht so meins, einfach weil zu bunt, aber schauen wir mal. Immerhin hab ich passende Ballerinas dazu.

Fotos hab ich natürlich auch, nur auf Tragefotos müsst ihr euch noch gedulden.

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Pintuck

Und dann ist da eigentlich noch ein Martha-Kleid entstanden. Etwas zu lässig für Geschäft, daheim und Freizeit ist toll. Ganz begeistert bin ich allerdings nicht, warum erzähl ich euch im nächsten Post, wenn ich euch das Kleid vorstelle. Irgendwie hatte ich jetzt völlig vergessen Bilder zu machen.

Ich freu mich auf ein nächstes Sew Along und wünsche euch einen schönen Tag.

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