Schluppenshirt Burda 117 aus 7/2014 und Hollyburn

Lange lange ist es her, dass ich etwas von Burda genäht habe. Aber manchmal muss man doch.

Es ist nämlich so, dass ich heute auf Dienstreise gehe, die Erste seitdem ich wieder Arbeiten gehe. Und wie immer fällt mir just 1 Woche vorher ein, dass ich ja nichts zum Anziehen habe. Also habe ich etwas bei Z****** bestellt und herzhaft gelacht. Öhm…Nein…so möchte ich nicht herumlaufen und nein….ich habe keine verschobene Figur, die Designer/Herstellen produzieren schlichtweg an der Frau vorbei. So kommt es mir vor. Im Rücken zwei Nummern zu groß, am Busen 2 zu klein. Klar in der Summe ist es meine Oberweite, aber mal ehrlich, so mag man doch nicht herumlaufen.

Okay…was nun?

Selber nähen… Ganz klar.

Vor ein paar Wochen war ich mit Maria von Fadenwechsel in Stuttgart Stoffe shoppen. Da hatte ich mir 4 m tollen Anzugsstoff mitgenommen, weil ich aus diversen Gründen ein Kostüm nähen wollte. Tja und der lachte mich jetzt an und ruckzuck war der zu einem Hollyburn verarbeitet. Als der Rock fertig war, habe ich mit erschrecken festgestellt, dass der Stoff in der Länge elastisch ist. Wieso das? Wer macht denn sowas? Was für einen Sinn hat das denn bitte? Naja ich hatte gehofft, dass er sich gut aushängt. Und nach 5 Tagen beschwertem Aushänge, sieht der noch genauso aus und ich habe ihn gesäumt und das Futter schön gemacht.

Ich mag ihn sehr. Durch den weichen Stoff fällt er ganz anders und schwingt schön. Schöner Gegensatz zu meinen restlichen Hollyburn.

Doch was zum Rock tragen? Irgendwas schnelles nähen und überhaupt. Eigentlich hatte ich ja gar keine Stoff mehr da. In den letzten Wochen hatte ich im Akkord Jersey vernäht und tja…. Nach einigem Wühlen habe ich noch petrolfarbenen Viskosejersey gefunden. (Die Farbe ließ sich einfach nicht fotographieren) Ein Anfang

Maria brachte mich auf eine Schluppenbluse. Und nach einiger Recherche hab ich mich dann auf das Top 117 aus Burda 07/2014 eingeschossen. Ich hab ganz tolle Versionen von Schluppen bei Küstensocke und bei Frauenoberbekleidung gesehen. Und los ging es.

Und ich kann mit Bestimmtheit sagen, burdaisch ist nicht meine präferierte Sprache. Ohne Maria hätte ich es nicht geschafft. Und am Ende muss ich zugeben, dass ich ziemlich Freestyle genäht habe und es vom eigentlichen Schnitt doch abweicht.

Was habe ich also geändert. Ich habe mich für Größe 40 entschieden und die Taille 1.5cm nach oben gesetzt. Ich habe beide Seiten des Kragens lose hängen. Die rechte Seite also nicht im Vorderteil eingefasst. Und ich habe den Kragen zu einem Schlauch geschlossen und letztendlich alles etwas gekürzt.

Es ist, dank meiner Standleitung, leider auch so, dass die Innenseite in der Verarbeitung etwas zu wünschen übrig lässt, einfach weil ich mir irgendwie nicht mehr zu helfen wußte und einfach genäht habe. So wie ich dachte und so dass es am Ende das Bild hatte, was im meinem Kopf lange schon bestand.

Es ist sicherlich nicht die Feine Englische Art Schnitte derart zu verstümpern, aber nunja, damit muss der Schnitt leben.

Für meine nächste Version habe ich Besserung gelobt und werde sorgsamer arbeiten. Aber auch diese Version wird die Schalenden lose haben.

Fazit: Ohne Hilfe hätte ich ziemlich doof ausgesehen. Was ich aber toll finde, ist die Tatsache, dass das Top doch recht schnell genäht ist. Und es ist aus Jersey. Das mag ich sehr.

Und so war ich an Tag 10 des diesjährigen MMMay17 unterwegs. Sehr viele toll gekleidete Frauen findet ihr auf dem MeMadeMittwoch Blog und auf Instagram unter dem Hashtag #MMMay17

Ich bin so frei und verlinke mich heute sowohl beim MMM als auch beim RUMS

 

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RUMS 29.9.2016 // Meine neue Grete

dsc05724Vor langer langer Zeit habe ich von Machwerk das Schnittmuster Grete erstanden. Und natürlich auch schon genäht. Täglicher Gebrauch hat sie mittlerweile arg in Mitleidenschaft gezogen. Also wurde es Zeit eine neue zu nähen.

Die Suche nach Stoff und Materialien gestaltete sich doch etwas mühsam. So konnte ich mich zwischen zwei Varianten nicht entscheiden und habe meine Instagram-Follower um kräftig mithilfe gebeten.

Zur Wahl standen zwei komplett gegensätzliche Farbkombinationen. Wobei sie eins gemeinsam hatten, sie sollten aus Leder sein.

grete1Da war zum Einem Apfelgrün in Kombination mit braun.

Und zum Anderem Rot mit blau. Irgendwie maritim, wenn auch doch nicht. grete

Ich hab mich wirklich sehr schwer getan und mich letztendlich für die rot-blaue Kombination entschieden.  Einzig das der Stoff mit den Schiffchen eine Richtung hatte, ist ein Manko der Stoffwahl. So steht halt auf einer Seite das Motiv auf dem Kopf.

Zugeschnitten war es dann schnell. Es sollte die kleine Grete werden. Und das Bügeln der Einlage ging auch zügig von der Hand. Alle eigentlich kein Problem.

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Auch wenn ich Grete schon einmal genäht hatte, so  hatte ich doch – wie immer eigentlich – ein paar Knoten im Kopf und das eine oder auch das zweite Teil mehrmals nähen und wieder auftrennen auftrennen müssen.  Auch mit der eine Naht bin ich nicht ganz so zufrieden, da hätte ich gerne besser arbeiten können und müssen.

dsc05731Das Münzelfach habe ich mit einem Reißverschluss verstehen und innen mit Wachstuch ausgekleidet. Bei meiner letzten Grete hatte ich hier mit Lamifix gearbeitet. Finde aber das Wachstuch praktischer und es lässt sich auch besser verarbeiten. Gekauft hatte ich es beim kleinen Stern in Heidenheim. Großartige Qualität.

Schlussendlich ging das Nähen aber wirklich gut von der Hand. Mein Maschinchen hat auch anstandslos Leder und andere Stofflagen genäht. Dank Schildröte und Teflonfuß alles kein Problem.

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Schnitt: Grete von Machwerk
Stoffe: diverse Reste von überall und Wachstuch von kleiner Stern Heidenheim
Leder: Leder Reinhardt Pfullingen

So und auf zum RUMS mit dem hübschen Teil. Es ist nämlich für mich.

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RUMS 8.10.2015 // Markttasche Taschenspieler 2

So langsam komme ich wieder in Nähfahrt. Und es tut so gut und es ist so erholsam.

Nun habe ich mir zu Beginn meiner wiedergefunden Nähsucht zum Ziel gesetzt meinen Stoffvorrat deutlich zu verringern und Stoffabbau zu betreiben. Ich bin gespannt in wieweit das klappt. Gekauft werden darf nur Zubehör wie evtl fehlende Reißverschlüsse oder Vlieseline.

Bisher läuft es ganz gut. Zumindest für dieses Mal.

Dieses Mal habe ich mir die Markttasche von der Farbenmix Taschenspieler DVD genäht. Verwendet habe ich einen Rest eine Stoffes vom Möbel-Schweden außen und innen einen Rest Leinenstoff. Boden und Henkel sind aus schwarzem Kunstleder gefertigt.

Ich habe die Tasche ganz schlicht gehalten. Sie ist nackt, ohne Taschen innen oder außen. Wobei ich hier gestehen muss, dass das lediglich der Tatsache geschuldet ist, dass ich weder vom Außen- noch vom Innenstoff etwas übrig hatte. Eine Innentasche wäre allerdings sehr brauchbar gewesen.

Kurz vor Schluss bin ich etwas ins Zweifeln gekommen. Will ich wirklich eine so riesige Tasche? Wozu brauch ich sie eigentlich? – Eigentlich sollte sie meinem Strickzeug ein zu Hause geben. Wenn ich mich zum Stricktreff treffe. Dafür hab ich im Moment nämlich nur einen Stoffbeutel und der ist irgendwie auch nix. Ich habe wirklich darüber nachgedacht, die Tasche von oben 5cm einzukürzen. Es aber letztendlich gelassen. Das Argument, dass ich im Sommer eh nicht stricke, dafür aber vielleicht mit unserem Racker ins Freibad gehe und da die Tasche perfekt zum transportieren wäre, hat mich überzeugt. Und schließlich stünde nirgends, dass eine Markttasche nur für den Markt zu gebrauchen ist.

Wie immer beim nähen –  Erst lesen, dann nähen, das erspart unheimlich viel Auftrennerei. Sollte ich mir wirklich so langsam hinter die Ohren schreiben. Wie üblich habe ich mich mit dem Aufnähen der Henkel super schwer getan. Und dann stand da noch, dass ich zweimal die Runde rum soll. Nunja es könnte hübscher sein.

Fertig gefällt mir die Tasche wirklich gut. Sie bietet ungeheuer viel Platz und wird mich sicherlich gut begleiten. Der Vorteil von so viel Platz ist dass ich zum Strick jetzt mehrere Projekte mitnehmen kann und dort entscheiden kann was ich stricke.

Markttasche_Farbenmix

Markttasche_Farbenmix1

Markttasche_farbenmix2

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RUMS 13.8.2015 // Kleid 108 aus Burda 3/2012

Es RUMS(t) mal wieder bei mir.

Mit einer Hauruck-Aktion. Am Wochenende sind wir auf eine Hochzeit eingeladen und wie sollte es anders sein, ich hatte kein Kleid. Und leider auch noch gar keine Figur. Also musste ein Notfallplan her.

Kurzentschlossen habe ich mich zum zweiten Mal an das Kleid in Knoten-Optik gewagt. Diesmal in einem Stoffgemisch aus Baumwolle und Polyirgendwas. Türkisblau und angenehm anzufassen. Ich würde es zu den leichten Kleiderstoffen zählen. Also eigentlich gut für das Kleid.

Da das Kleid eine Langgröße ist und ich ja bekanntlich eher Richtung Zwerg gehe, habe ich den Schnitt erstmal auf meine Größe angepasst. Soweit hat das auch gut geklappt. Zugeschnitten habe ich in Größe 88 mehr ging nicht.

Mit dem Ergebnis bin ich im Moment Semizufrieden. Leider fehlt mir die Zeit um jetzt noch großartige Veränderungen vorzunehmen. In der Taille ist irgendwas nicht so schön. Es sitzt komisch. Und nunja. Durch das Gepuschel und Geraffte könnte man den Anschein erwecken, dass ich was zu verbergen habe, okay, ja die extra Pfunde aus der Schwangerschaft. Egal. Soweit ist es okay.

Ansich ist das Kleid schön. Ich finde allerdings dass es mit noch leichteren und weicher fallendem Stoff besser wäre. Und sollte ich es nochmal nähen, dann muss ich mir was überlegen, wie ich das Geraffte in der Mitte reduziere, das ist wirklich viel zu viel. Und ich versteh den Sinn dahinter auch gar nicht. Weder bekommt man dadurch Mehrweiter noch sonstwas. Es bauscht halt nur und trägt auf.

Ich denke für Samstag ist es okay. Ich werde nur noch den Ausschnitt festheften und die Falten im Bauch etwas Glätten.

Komplettiert wird mein Outfit mit meinen Nudefarbenen Pumps. Yeah…bequem.

RUMS 22

RUMS-1

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RUMS 13.11.2014 // Ottobre New Bohéme

Mein heutiger RUMS stand ganz im Zeichen des Nähzimmers. Nachdem ich in den letzten Tagen endlich mal Zeit gefunden habe die aktuelle Ottobre Woman 5/2014 genauer durchzusehen und da einige schöne Sachen gefunden habe, hatte es mir besonders New Bohéme angetan. Caroku hatte bei einem der letzten MMM eine besonders schöne Version vorgestellt. Aber auch farbAnker hat schon eine schöne Verstion vorgestellt.

Wie dem auch sei, ich wollte auch so eine schöne Tunika. Einfach was bequemes, lockeres mit Taschen und Wohlfühlfaktor. Verwendet habe ich einen recht dicken Jersey in ganz dunklem, fast schwarzen, grau von Hilco aus CV/PA/EL entschieden. Vermutlich etwas zu schwer, wie ich jetzt feststellen musste, aber soweit okay. Zugeschnitten und genäht habe ich eine 40. Wobei es sicherlich auch eine 38 getan hätte.

Das Nähen der Tunika war recht schnell bewerkstelligt, auch wenn die Taschen etwas abstehen.

Und jetzt passt auch noch die Kugel rein. Aber ich bin gespannt wie die Tunika fällt, wenn sie nicht vom Bauch augefüllt wird. Der Schnitt ansich gefällt mir sehr gut. Sehr gefällig, aber auch wirklich sehr weit und locker. Wobei ich aber zugebe, dass ich für die Kugel lieber etwas betonteres an habe, sonst sieht man schnell nach Kegel aus.

Ich glaube ich werde die Tunika nochmal aus einem anderen leichteren Jersey nähen. Ich mag das Teil einfach. Ich hab auch schon Stoff im Blick, liegt schon lange hier rum und ist eigentlich so gar nicht mein Beuteschema gewesen.

new boheme ottobre

Was sonst heute beim RUMS gezeigt wird, findet ihr wie jeden Donnerstag hier.

 

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