Monday, April 23, 2018
Motto Thread Nähen Oberteile

Doch noch eine FrauFannie von Schnittreif

Vor schon einigen Jahren (gefühlt zumindest) hatte ich schon eine FrauFannie genäht. In tollem grauem Romanit. Und auch wenn ich fand, dass das Kleid passformmäßig kein Meisterwerk von mir ist und es doch sehr locker saß, habe ich es unglaublich gerne getragen. Sehr gerne sogar. So gerne, dass ich das Kleid Nr.1 von rosa p. als Nachfolger erkoren hatte, und das in grau genäht habe. So als Ersatz.

FrauFannie hat halt Taschen und das ist so toll. Und das ich die Taschen sehr mag, werdet ihr auf den Fotos natürlich sehen. Ich kann eigentlich kein Bild machen ohne Hände in die Tasche.

Nun ist das ja mit den Ersatz oft so eine Sache. Weil machen wir uns nichts vor. FrauFannie ist schon toll. Irgendwie. und ich wollte dann doch noch eine Version nähen und dem Schnitt eine zweite Chance geben.

Als ich dann bei der lieben Eva von Kleiner Stern in Heidenheim einen tollen French Terry in dunkelblau gefunden habe, sollte daraus eigentlich eine bequeme Hose werden. Eigentlich. Denn die bequeme Hose – Jenna von Pattydoo – wurde aus einem anderen Stoff genäht.

Tja und dann fiel mir FrauFannie wieder in die Hand und ich dachte mir “okay, let’s go, daraus wird jetzt eine FrauFannie”

Ehrlich gesagt konnte ich mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern welche Größe ich damals genäht hatte. Ich vermute es war eine L. Und da mir das dann doch zu weit gewesen ist, habe ich dieses Mal sehr mutig die Größe M zugeschnitten. Und großzügig 1.5 cm Nahtzugabe zugegeben.

Das Hohlkreuz habe ich auch eher frei Nase angepasst. Und am Ende noch etwas korrigiert. Es ist jetzt nicht perfekt aber da das Kleid eher für lässig daheim ist, ist das so okay. Für etwaige weitere Versionen habe ich das schon auf dem Schnitt angepasst.

 

Um zu sehen ob soweit alles okay ist, habe ich das komplette Kleid geheftet und mich dann dazu entschieden alles was geht an Nahtzugabe rauszulassen. Und von 1.5cm auf 0.7cm zu gehen. Ich überlege ob es nicht hätte auch noch etwas mehr an Weite sein können.

Ich habe noch eine Änderung vorgenommen. Ich habe das Rockteil etwas weniger ausgestellt gemacht. Knapp 2cm würde ich sagen. Im Gegenzug habe ich das Rockteil auch um 5cm verlängert. Ich habe vorher eine Weile überlegt ob das eine gute Entscheidung ist. Die Frage ist bei sowas ja auch immer wie bequem ist das Ganze am Ende noch. Da der French Terry doch sehr elastisch ist, habe ich mich dafür entschieden. Und bin mit meiner Entscheidung durchaus zufrieden.

Durch die schlankere Form gewinnt das Kleid etwas mehr an Business. Wenn man jetzt vom French Terry mal absieht. Der ist doch eher die lässigere Version. Und so verwundert es nicht, dass ich gerade noch eine Version zuschneide und hoffentlich am Wochenende nähen kann. Diese Version soll dann aus weichem Romanit-Jersey sein.

In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass für mich ein Kleidungsstück, besonders Kleid und Rock ohne diverse Handarbeit nicht fertig ist, so im Kopf. Und so habe ich auch wenn es French Terry ist, die Säume von Hand gemacht. Mal ganz davon abgesehen, dass ich kein passendes blaues Garn hatte, finde ich das auch immer viel schicker als ein Saum mit der Maschine.

Und weil es heute morgen noch etwas kühler war, habe ich zum Kleid mein Sinikka Tuch von Maschenfein getragen

verlinkt: afterworksewing

Related Posts

2 Comments

  • Reply
    Ani Lorak
    März 29, 2018 at 6:45 am

    Ich mag Frau Fannnie auch gern, Deine Variante gefällt mir auch gut! Ich habe an einer meiner Frau Fannie auch den Saum von Hand mit Blindstich genäht. Gefiel mir auch besser…

  • Reply
    Vivolavita
    April 4, 2018 at 6:52 am

    Sehr schönes Kleid, das schnittmuster werd ich mir fleich mal notieren. Es steht dir wirklich hervorragend und der stoff passt und gefällt. Viel Spaß beim tragen. Herzlich Vivo

  • Leave a Reply