Monday, August 26, 2019
Accessoires Nähen

Dany von Machwerk aus oilskin

In den letzten Monaten habe ich radikal meine Taschen aussortiert. Die noch richtig tollen habe ich verschenkt oder gespendet und ich bin mega erfreut, wenn ich sehe wie sich über meine Taschen gefreut wird, weil man die ja so toll findet. (ich geh mal davon aus, das die Aussagen so stimmen). Und meine Taschen die Mengel aufweisen, schon Defekte haben oder sonstwie nicht schön waren, habe ich zerlegt, die Metallteile wie Zipper und Schließen oder D-Ringe rausgenommen und dann entsorgt. Ja ich war radikal und nachdem ich meiner Mama letztes Jahr meine Dany geschenkt habe, kam es dass ich gerade mal noch 2 Taschen im Schrank habe. Die Nepal von machwerk und die yellobag von prülla.

Ich mag beide Taschen sehr gerne. Gerade wenn ich mit dem Halunken unterwegs bin, leisten mir beide gute Dienste, weil ich da auch immer die Notfallmedikamente mitnehme und die Taschen ausreichend Platz bieten.

Nur wenn ich natürlich alleine unterwegs bin, sind die Taschen fast zu groß. Also muss eine neue Tasche her und da ich die Dany so gern habe, habe ich die Dany genäht. Eigentlich wollte ich das auf dem Machwerkkurs in Heidenheim beim kleinen Stern schon machen, aber da hab ich ja mit Angina im Bett gelegen.

Vor einiger Zeit hatte ich mir für die Dany auch schon Oilskin zugelegt. Und der sollte es jetzt werden. Samstag nachmittag habe ich alle Teile zugeschnitten und dann ab 20 Uhr (krankes Kind schlief endlich) losgelegt. In aller Ruhe und Gemütlichkeit mit einer Serie im Hintergrund. Und halb 1 war ich dann soweit, dass ich bis auf das Absteppen der Tasche fertig war. Bähm… war ich erstaunt wie schnell das ging.

Nun muss ich zugeben, dass ich die Dany ja schon genäht habe und ich ja auch die Anleitungen von Martina sehr toll finde. Damit kann jeder etwas anfangen, das klappt immer. Und sicherlich bin ich was Taschen nähen anbelangt mittlerweile kein Maßstab mehr. Ich habe so viele schon genäht, dass das jetzt richtig gut von der Hand geht. Übung macht halt doch den Meister. Und ganz fehlerfrei ging es auch nicht. Eine Nadel ist hinüber, weil ich bissli geträumt habe. Bisschen Schwund ist halt immer.

Meine Maschine hat auch ganze Arbeit geleistet, die ging auch durch 2 Lagen Oilskin plus ziemlich dickes Leder oder 2 Lagen Oilskin plus 2 Lagen Decovil Light durch wie butter. Dickere Nadel rein, Nähtempo auf Schildkröte und größere Stichlänge. Und dann immer ruhig und entspannt bleiben. Großes Lob, hat sie wirklich gut gemacht.

Zur Anleitung selber habe ich ja schon gesagt, sehr toll, damit kommen auch Anfänger sehr gut klar. Die Tasche ist aufgrund der vielen Taschen und Reißverschlüsse (5 Taschen und 5 Reißverschlüsse) eine der anspruchsvolleren Taschen. Aber sie lässt sich wirklich sehr gut nähen. Wer sich die Anleitung vorher gut durchliest und dann Schritt für Schritt vorgeht, dürfte keine Probleme haben

Mein erstes Mal mit Oilskin war überraschend gut. Lässt sich prima nähen, nix franst aus. Genäht habe ich mit einer Universal-Nadel in Stärke 80 und 100 als es dann an die richtig dicken Sachen ging. Ich glaube Oilskin muss man mögen, das ist schon ein merkwürdiges Gefühl. So leicht fettig, als würde die Handcreme nicht richtig einziehen. Es gibt auch Dry Oilskin, das ist vermutlich etwas besser. Auffällig ist auch, dass es durch das leicht klebrige mega Staub, Fusseln und Co anzieht. Mein Oilskin war durch knicken und hin und herräumen so bissli knittrig und hatte ein paar hellere Stellen, das hat sich jetzt gegeben, alles sieht schön gleichmäßig aus. Und ich habe mir sagen lassen, das nichts an die Sachen abfärbt, ich bin gespannt.

Genäht habe ich die Tasche nach Anleitung und ohne Änderungen. Lediglich die Lederriemen an der Seite habe ich mit Hohlnieten befestigt, und natürlich direkt die erste Versaut. Wenn jemand eine Idee hat wie ich die wieder raus bekomme, her damit, bitte. Ich würde dass nämlich gerne ausgleichen, mache es aber bisher nur schlimmer.

Apropos Anleitung. Weil ich gerade den direkten Vergleich habe. Bei machwerk sind die Schnittteile ohne Nahtzugabe, bei Prülla mit. Ich weiß nicht was besser ist. Fast ohne, weil ich dann die Einlage so zuschneiden kann. Ich persönlich finde es geht schneller die Nahtzugabe beim Zuschnitt zuzugeben als sie abzuziehen. Ist aber ein persönliches Ding.

Als Futter habe ich ein recht dicken Baumwollstoff genommen. Beim verarbeiten hatte ich das Gefühl er ist etwas dehnbar und es fühlte sich her wie Satin oder sowas an. Aber ich fand den beim Kauf so toll, weil so schöne Schmetterlinge darauf sind. Und ich finde das macht sich sehr hübsch zu dem robusten Oilskin. Und deshalb ziert er auch alle Taschen.

Der Träger und die Lederteile habe ich aus dem passenden Set aus dem Machwerk Shop. Das hat sich mittlerweile so eingespielt, weil ich die Träger oft nicht so schön hinbekomme.

Puh…das war aber jetzt auch ein echt langer Beitrag von mir. Mehr gibt es aber auch nicht zu erzählen.

Habe einen schönen Sonntag.

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